ALLTAGSNATURSCHUTZAKTIONEN

 

 

 

 

Inhalt

 

 

 

Vogelwelterkundung

 

 

Kröten bei der Hand nehmen und über die Straße begleiten

 

 

Ich gestehe: Mehrfacher Kleingetier-Mörder. Vom Rasenmäherwahnsinn. Zurück zur Naturnähe. Von Disteln, Kruschtelreisighaufen, Eidechsensteinhaufen und Wildblumen.

 

 

Von Wildbienen und Hummeln

 

 

Igelhäuser und Vogelnistkästen

Auch die kleinen Stacheltiere und die Vögel haben es zunehmend schwer, eine Immobilie zu finden. Glyphosat, Insektensterben und Trockenheit setzen auch ihnen zu.

 

 

 

Und noch eine Art der Igelimmobilie: Der Igelkorb

31. Dezember 2019

 

 

 

 

O´gstupft is! Vorbereitungen zur Wildblumenwiese

März bis Juni 2020

 

 

 

 

Zauneidechsenkorridor

März 2020

 

 

Neu: 

 

Dürresommer 2003; 2018 - 2020:

 

Beobachtungen; Wasserstellen für Igel, Vögel, Bienen, Wespen & Co

10. August 2020

 

 

 

 

Zäune auf für den Igel von nebenan! (in Arbeit)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vogelwelterkundung

                                                   

 

Erithacus rubecula!

Das Legato: Der wehmütige Gesang des Rotkehlchens aus herbstlaubfarbenem Wald. Das Staccato: Der schmetternde Gesang des kleinen Zaunkönigs.

 

 

Eine Amsel und ein Gartenrotschwanz: 


 

 

 

Und eine Besonderheit im Garten war eine Waldohreulenfamilie im Mai und Juni 2019!

 

Mutter, Vater und zwei Kleine. Auf den Bildern der Papa und ein Junges:


 

 

 

Als kleiner Bub entdeckte ich die Liebe zur Vogelwelt. Ich zog ein altes

 

Vogelbuch meines Opas aus dem Bücherregal, welches Ende der vierziger

 

Jahre erschien. Die Vögel waren auf eingeklebten Aquarellbildchen zu sehen

 

und meine Neugier war geweckt. Von meinen Eltern bekam ich zum Geburtstag

 

ein Fernglas geschenkt und bald ging ich los in den nahen Wald und auf die

 

Flur. Ich fertigte eigene Landkarten der Umgebung an, mit Legenden und

 

farbigen Vermerken, wo ich welchen Vogel sah oder hörte. Eine männliche

 

Amsel, die auf einem Zaun saß, hielt ich zuerst für den Zaunkönig. Und das

 

allererste Erblicken eines Eichelhähers war für mich die Weltsensation! Ebenso

 

verhielt es sich mit der Wasseramsel im Strudelbachtal. Mit den Jahren hat sich

 

mein Gespür für die Vogelwelt entwickelt, ich höre sie nur singen oder rufen und

 

ich weiß, welch gefiederter Zeitgenosse sich dahinter verbirgt, bei den meisten

 

inklusive dem lateinischen Namen. So ist das Geschnacker der Wacholder - und

 

Misteldrosseln vermehrt im Herbst und Winter zu hören, auch das feine „si si si“

 

der Schwanzmeisen ist dann des öfteren präsent. Und das erste leise „Zip“ der

 

am Himmel vorbeihuschenden Singdrossel sowie das Gepfeife der Starenmeute

 

sagen mir, dass das Frühjahr angetreten ist. 

 

 

 

 

 

Die Mission:

 

Kröten bei der Hand nehmen und über die Straße

 

begleiten

 

Augen auf und ran an die Kröten: Man muss nicht gleich einen Geldtransporter überfallen, wo doch die Kröten bereits auf der Straße liegen. Holt sie schnell da runter! Denn Kröten allein können glücklich machen.

 

Seit 2004 bin ich Mitglied beim NABU.

 

Ende Februar 2013 wurde ich das erste Mal aktiv und half bei der

 

Krötenwanderung am Schloss Solitude mit. Da oben herrscht reger Verkehr und

 

viele dieser Kröten würden eine Überquerung der Straße nicht überleben. Der

 

Schutzzaun und in den Boden eingelassene Eimer verhindern dies. Auch auf

 

der anderen Straßenseite hat es für die Rückwandererkröten diese Zäune und

 

Eimer. Morgens müssen die Kröten aus den Eimern geholt und auf die andere

 

Seite der Straße in den Wald oder am See ausgesetzt werden.

 

Manchmal begegnet man auch Grasfröschen, einen Bergmolchen oder

 

Feuersalamandern. An manchen Tagen trifft man auf keine einzige Kröte und an

 

anderen Tagen waren es bis zu über 60 Kröten. Manch andere

 

Amphibienfreunde berichteten gar von bis zu über 200 Kröten an einem Tag, die

 

sie zu versorgen hatten!

 

Die Krötenwanderungsaktionen finden jedes Jahr von Mitte Februar bis Mitte

 

Mai statt.

 

 

Seit Februar 2015 bin ich auch im Wald des Stuttgarter Frauenkopfes

 

für die Kröten unterwegs, am Fuße des Fernsehturms gelegen. Ab 2019 wurde

 

vom NABU wegen des Insektensterbens zusätzlich die Käferzählung eingeführt.

 

 

Ab April 2020 kam ein neues Krötenwanderungsprojekt in der Roßhaustraße Degerlochs unweit der Versöhnungskirche hinzu. Dieses wurde von einer engagierten Anwohnerin im Februar 2020 ins Leben gerufen. Sie trommelte weitere Anwohnerinnen und Anwohner zusammen und fragte beim NABU Stuttgart an. Dieser sendete die Anfrage an alle Beteiligten der NABU-Amphibienschutzaktion weiter. Die Roßhaustraße wird von vielen Amphibien überquert. Sie kommen aus dem Aschwald heraus um zu mehreren Biotopen auf den gegenüberliegenden Privatgrundstücken zu gelangen. Ein Problem stellt hier neben des Straßenverkehrs der zu hohe Bordstein dar, besonders für die Amphibien, die sich auf der Rückwanderung befinden. Aber diesem Problem scheinen sich das Amt für Umweltschutz und das Tiefbauamt dank eingangs erwähnter Initiatorin anzunehmen. Im Gegensatz zu den konventionellen Krötenwanderungsgebieten, wo sich Zäune und Eimer befinden, muss in der Roßhaustraße abends ab 21.00 Uhr mithilfe einer Taschenlampe nach den Tierchen Ausschau gehalten werden. 

 

 

Zum Thema Kröten kann ich übrigens die NABU aktiv-Broschüre "Frösche,

 

Kröten und Molche" empfehlen.

 

 

Ein neues Berufsbild ward geschaffen: Krötenlotsin / Krötenlotse!

 

 

Eine Kröte auf der Sitzbank der MZ TS 250 am Morgen des 9. März 2013. Für kurze Zeit war sie Fotomodell, danach half ich auch ihr über die Straße:

 

 

Bilder der Krötenwanderungen 2013 bis 2020

 

Schloss Solitude, Frauenkopf und Roßhaustraße 

 

 

 

 

 

Die MZ TS 250 inmitten des

 

Frauenkopfer Frühlingswaldesgrüns

 

 

 

Huch! Auch Kröten scheinen Atomkraft

 

nicht zu mögen

 


 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

Turm, den ich da in der Ferne seh´

 

 

 

 



 

 

Huch!

Auch Kröten scheinen S21 nicht zu mögen...

 

 

 

 

 






 

 

 

 

 

 

 

Ich gestehe: Mehrfacher Kleingetier-Mörder.

 

     Vom Rasenmäherwahnsinn

 

Seit vielen Jahren schiebe ich von Mai bis Oktober alle drei bis vier Wochen den Rasenmäher vor mir her, dessen schnell rotierendes Messer allerlei Kleingetier wie Grashüpfer, Weinbergschnecken, Wanzen und Käfer tötet. Auch die eine oder andere Blindschleiche erwischte ich bedauerlicherweise, wenn auch sehr selten. Und wenn ich den Mäher noch so vorausschauend und mit wachem Auge durch das Grün schob. Tiere, die ich rechtzeitig entdecke, versetze ich natürlich in eine sichere Ecke.

So bin ich über die Jahre nach und nach dazu übergegangen, einzelne Blumen-Grasflächen stehen zu lassen um Rückzugsgebiete zu schaffen und damit sich Gräser und Blumen voll entfalten können. Auch legte ich Reisighaufen an, die als Unterschlupf dienen. Die Disteln dürfen ganzjährig stehen bleiben, die sich von Jahr zu Jahr vermehren. Die Igel, Distelfinken und Hummeln freut es. Ab 2017 experimentierte ich mit dem Anlegen einer Wildblumenwiese aber die ersten zwei Versuche schlugen fehl. Auch einen Schutthaufen baute ich auf, in und auf dem sich Eidechsen niederlassen.

 

 

Juli 2018. Reisighaufen, umringt von Disteln. Die Hummeln, Distelfinken und Igel

 

freuen sich:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ein Eidechsensteinhaufen

 

Juni 2019

 

 

Zerdepperte Gartenwegplatten, die unser Opa 1946 und ´47 alle selbst goss.

 

Die guten wurden weiter verwendet und die kaputten für die Eidechsen

 

angehäuft. Drei Eidechsen befinden sich in und um diesen herum:

 

 

 

 

 

 

 

Von Wildbienen und – hummeln

 

Diese kleinen Tierchen hatten doch tatsächlich die Idee, sich in das linke und

 

rechte Ende diverser neuer Benzinschlauchstücke einzunisten. Diese hingen im

 

Motorrad - und Geräteschuppen und ich traute es mir nie zu, diese zu

 

verwenden, hätte ich doch hierbei deren Heim zerstören müssen. Also machte

 

ich mich ans Werk und versah Holzklötze mit Bohrungen und stellte sie in den

 

Garten. Im März 2015 kaufte ich noch verschiedene Bienen-Häuschen hinzu.

 

 

April 2015. Noch summt und brummt es nicht am Stamm des Kirschbaumes:

 

 

…aber Ende März 2019 konnte ich entdecken, wie mindestens zehn

 

Mauerbienen um das Häuschen schwirrten, sich auf dem Dach in den warmen

 

Frühlingssonnenstrahlen sonnten und in die Röhrchen krabbelten! Da war

 

Leben in der frisch bezogenen Bienen-Immobilie!

 


 

 

 

 

 

Igelhäuser und Vogelnistkästen

 

 

 

 

Igelwohnhäuser

 

 

 

Auch für die Igel sieht es auf dem Immobilienmarkt zunehmend schlecht aus. Zudem setzen ihnen trockene Sommer zu, da sie weniger Nahrung wie Schnecken, Insekten und Würmer finden. So gehen viele von ihnen zu leichtgewichtig in den Winter, womit es schlecht um ihre Überlebenschance gestellt ist!

Das Laub sollte nicht einfach entsorgt oder gar mit diesen schrecklichen Laubbläsern weggeblasen werden. Die Krönung des Garten- und Kommunalhorrors sind Laubsauger, die mit hoher Geschwindigkeit auch Kleinstlebewesen aufsaugen und diese in ihren Häckselmahlwerken töten. So entzieht man Kleinsäugern und Igeln nicht nur die Wohnungen sondern auch die Nahrungsgrundlage!

Wer den drolligen Stacheltieren helfen möchte, legt Reisig- und Laubhaufen an. Am besten ist es, das Laub auf und auch um die Reisighaufen zu betten, denn das Laub alleine kann zu einem nassen Klumpen werden. Und dann kann man zusätzlich noch Igelholzhäuschen aufstellen. Diese sollte man jedes Frühjahr reinigen und von Parasiten befreien.

 

Mehr Informationen und viele Tipps zum Thema Igelhilfe, igelfreundlichen und giftfreien Gärten kann man zum Beispiel in dem NABU-Heft „Der Igel. Artenschutz vor der Haustür“ aus der Serie „NABU aktiv“ erhalten sowie auf der Homepage nabu.de. Mithilfe der Suchfunktion wird man hier auch zu vielen anderen Naturschutzthemen fündig. Eine weitere informationsreiche Homepage ist jene von „Igel in Bayern.de“.

 

 

 

Oktober 2019. Zwei Igelhäuser sind errichtet. Das erste eingebettet im von Disteln umringten großen Reisig-Laubhaufen:

 

 

 

 

 

 

Vogelnistkästen

 



Diesmal sind es Fertighäuser, zum Beispiel vom NABU-Shop und nicht mehr die Eigenbau-Nistkästen in Cello- / Kontrabassgestalt, wie ich sie 2005 baute. 2019 waren es leider nur zwei, die ich aufhängte aber 2020 sollen noch mehr hinzukommen.

 

 

Das Reinigen der Nistkästen...

 

... im Spätsommer / Herbst ist sehr wichtig, da sich dort Flöhe, Lausfliegen oder Milben eingeschlichen haben könnten. Das alte Nest muss entfernt werden, da

dies die meisten Vögel nicht schaffen. Auch sollte man darauf achten, dass die Abflusslöcher im Boden frei sind. Man kann die Nistkästen nach der Reinigung auch wieder aufhängen, da dort eventuell Siebenschläfer, Haselmäuse, Fledermäuse oder auch andere Vogelarten überwintern und während strenger Winter eine höhere Überlebenschance haben. Im Februar oder spätestens März - rechtzeitig vor Brutbeginn - sollten sie dann abermals geprüft und gegebenfalls gereinigt werden.

 

Zum Thema "Nistkästen & Co." kann ich die NABU-Broschüre "Vögel im Garten - Schützen, helfen und beobachten" aus der Reihe "NABU aktiv" oder nabu.de empfehlen: 

 

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/index.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=200131+NABU-News

 

 

… und den Landesbund für Vogelschutz Bayern e.V.:

 

 

https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/nistkaesten/nistkaesten-richtig-anbringen/

 

Hier wird unter anderem beschrieben, welche Holzarten man verwenden sollte, wie man das Eindringen von Nesträubern verhindert, der Schutz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall, was man bei der Anbringung beachten sollte und wie man sie reinigt.

 

Und hier, wie man sie richtig aufhängt. Stichworte wie Himmelsrichtung, die Art der Nägel oder die Aufhängehöhe werden hier erläutert:

 

https://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/voegelnhelfen/nistkaesten/wissenswertes/21665.html

 

 

 

12. Oktober 2019

Der erste Nistkasten ist geöffnet und gereinigt. Hier wohnte eine Kohlmeisenfamilie:

 



 20. Oktober 2019

Der zweite Nistkasten ist geöffnet und gereinigt. Hier lebte eine Blaumeisenfamilie:

 


 

 

22. Februar 2020

 

 

Die zweite Reinigung der Nistkästen nach dem Winter zeigte, dass in diesen tatsächlich ein Vogel oder mehrere von ihnen überwinterten! Auf dem Boden waren Kotböppele zu finden… Die Nistkästen aber bitte nicht zu spät reinigen, denn im März und April werden die Vögel mit dem Nestbau beginnen und sie könnten hierbei empfindlich gestört werden!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und noch eine Art der Igelimmobilie:

 

Der Igelkorb

 

 

 31. Dezember 2019

 

 

 

Neues aus der Igelimmobilienwelt:

 

 

Zusätzlich zu den zwei Holzhäuschen hat die Werkstatt ein neuartiges Igelwohnhaus aus Korbgeflecht aufgestellt. Gut geschützt unter dem Dickicht der Brombeere und dem Holunder, anschließend im Innern die Laubmöblierung aufgestellt - fertig ist die Igeldatsche!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Vorbereitung zur Wildblumenwiese

 

13. März 2020

O´gstupft is!

Der erste Spatenstich erfolgte und flugs waren ein paar Reihen im Gras umgeschort. Fortsetzung wird folgen und vielleicht wird die Wildblumenwiese Jahr um Jahr erweitert werden. Besser wäre es natürlich im Herbst gewesen, damit der Frost die Erdschollen zerkrümeln kann. Aber während des Winters 2019/20 gab es eh nicht viel frostige Tage zu verzeichnen.

 

Nun sollten noch die Wurzelreste und Wurzeln entfernt werden…

 

 

 

 

Zauneidechsenkorridor

 

 

 

 

 

 24. März 2020

 

Während der warmen Frühlingstage und auch während des Sommers 2019 ist

 

mir aufgefallen, dass die Zauneidechsen zwischen dem bereits erwähnten von

 

Disteln umstellten großen Reisighaufen, wo sie überwintern, und dem

 

Eidechsen-Steinhaufen immer wieder hin und her laufen. Diese Distanz beträgt

 

zirka 20 Meter und die Werkstatt hat somit fortan beschlossen, speziell diesen

 

ihren Wanderweg unberührt zu belassen und nicht mehr zu mähen.

 

 

 

 

 

Dürresommer 2003; 2018 - 2020:

 

Beobachtungen; Wasserstellen für Igel, Vögel, Bienen,

 

Wespen & Co

 

 

10. August 2020

 

 

Die Dürrezustände der Jahre 2003 und 2018 bis 2020 werden allmählich

 

problematisch für Mensch und Natur. Im Nordosten wie Mecklenburg-

 

Vorpommern oder Brandenburg ist das ja bereits seit längerem Zeitraum ein

 

großes Problem.

 

Noch nie habe ich so viele kahle Baumwipfel gesehen. Dürre Äste ohne

 

jegliches Laub, die nackt zwischen den Kronen der Waldskyline emporragen.

 

Gar wildes und normalerweise robustes Buschwerk oder Sträucher stehen

 

allmählich kahl oder mit „schlappen“ Blättern an Weges- oder Waldrändern. Und

 

die bunten Herbstfarben stellen sich von Jahr zu Jahr immer früher ein: Laub

 

beginnt bereits im Juli, gelb und braun zu Boden zu fallen, was eine reine

 

Schutzfunktion der Bäume darstellt. Können sie nicht mehr, entledigen sie sich

 

erst einmal frühzeitig des Blätterwerkes. Hinzu kommen die immer zahlreicher

 

auftretenden Schädlinge wie die Borkenkäfer, die es mit unseren sehr milden

 

Wintern und der Trockenheit sehr leicht haben. Das leuchtende Gelb des Korns

 

steht auch immer früher in den Feldern. Landwirte haben zunehmend Probleme,

 

ihre Rinder, Ziegen oder Schafe zu versorgen, fällt doch die Heuernte

 

zunehmend schmaler aus! Nichtsdestotrotz kann man glücklicherweise

 

erkennen, wie manche Bauern ungemähte Wiesenstücke für Insekten und

 

andere Tiere stehen lassen. So zum Beispiel auf den Fildern oder im Strohgäu

 

gesehen.

 

Diese dürreähnlichen Zustände halten nun seit mehreren Jahren an und

 

allmählich kann man die Folgen erkennen.

 

Durch diese dürren Perioden finden zum Beispiel Igel immer weniger Futter.

 

Denn so lange es nicht regnet, gehen auch ihre Schnecken und Würmer nicht

 

auf Wanderschaft. Vögel und Insekten finden immer weniger Wasserstellen vor.

 

Und das Insektensterben an sich – sei dieses verursacht durch

 

Lichtverschmutzung, Einsatz von Spritzmitteln wie Glyphosat in der

 

Landwirtschaft und Gärten oder durch monokulturelle Landschaften – dieses

 

macht es den insektenfressenden Vogelarten immer schwerer, ihren Nachwuchs

 

durchzubringen. Auch für die Amphibien sah es in 2020 nicht sehr rosig aus.

 

Regentänze – die wird gewiss jeder von uns vollbringen können. Nur ob sie

 

Wirkung zeigen werden, das allein bleibt in den Sternen verborgen. Aber eine

 

kleine Abhilfe für kleine Krabbel- und Flugtiere können diverse, in den Gärten

 

verteilte Wasserstellen darstellen.

 

Diese sollten täglich gereinigt und frisch befüllt werden. Bei tieferen

 

Wasserschalen oder Wassertonnen sollte man aufpassen, dass der

 

Wasserpegel immerzu bis zur Oberkante gehalten wird, damit keine Tiere darin

 

ertrinken oder man legt z.B. Holzlatten über Kreuz hinein, damit auf diesen

 

unfreiwillige Schwimmer/innen herauskrabbeln können:

 

 

Und hier ein paar Bade- und Trinkgäste. Die Amsel nimmt ein Bad im kleinen

 

Vogelbad. An der großen Wassertonne stärken sich unter anderem Bienen und

 

Wespen:

 

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